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Brasilianische Delegation zu Gast

Geschäftsführer und Manager brasilianischer Energiegenossenschaften sowie Vertreterinnen und Vertreter des Dachverbands der Genossenschaften in Brasilien (OCB), dem regionalen Verband (OCEPAR), einer NGO und einem Energieinstitut haben sich über die Arbeit der Bürger-Energiegenossenschaft vor Ort informiert.

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14 Delegationsmitglieder, zwei Begleiterinnen des Dachverbands der deutschen Genossenschaftsorganisationen, dem „Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband“ DGRV und eine Dolmetscherin durfte der Weissacher Bürgermeister Daniel Bogner im Sitzungssaal im Rathaus begrüßen. Die beachtliche Delegationsgröße zeigt das Interesse an dem genossenschaftlichen Modell in Brasilien. Im landwirtschaftlichen Bereich dominieren die Genossenschaften aber auch im Banken- und Energiesektor findet das Geschäftsmodell des 1888 verstorbenem Friedrich Wilhelm Raiffeisen „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele…“ immer mehr Anhänger.

Präsentation und viele Fragen...

Rolf Heller, der kaufmännische Vorstand, und der technische Vorstand Matthias Spinnler präsentierten die Arbeit und die Erfolgsgeschichte der Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG (EGWT) seit ihrer Gründung vor 14 Jahren.

Danach gab es zahlreichen Fragen, die teilweise auch ins Detail gingen. Wie hoch sind die Netzgebühren, was bekommt die EGWT für die Einspeisung, wie lange dauert die Amortisation der PV-Anlagen, wer bestimmt über die Gewinnverteilung, wie ist die Genossenschaft organisiert oder mit wem kann sich die EGWT fachlich austauschen, waren nur einige der Fragen.

Besichtigungstour

Durch die vielen Fragen änderte der Organisator der Tour und Pressesprecher der EGWT Thomas Geffken dann auch kurzfristig die geplante Besichtigungstour. So wurden nur das SVU-Vereinsheim – das neueste Projekt der EGWT – kurz besichtigt und die potentielle Fläche für eine PV-Anlage „Mittlere Hart“. Danach ging es zur Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk im Baugebiet „Fuchsklinge“ in Unterweissach. Auch bei der Besichtigung gingen die Fragen wieder ins Detail. Wie viele Haushalte werden mit Wärme und Strom versorgt, wie wirkt sich der hohe Gaspreis aus, was passiert bei einem Ausfall und was für eine Turbine wird verwendet?

Geselliger Abschluss

Den Abschluss der Tour fand im „Tälesbräu“ statt. Die Weissacher Lokalbrauerei ist Mitglied in der Energiegemeinschaft, hat eine eigene PV-Anlage auf dem Dach und arbeitet gerade daran, dass ihre Produktion CO2-neutral wird. Mit einem gemütlichen Abschluss endete der brasilianische Besuch im Weissacher Tal und für die Delegation ging es zurück nach Stuttgart. Weitere Besuche in ganz Deutschland stehen in den kommenden Tagen noch auf dem Reiseplan der DGRV.

Weniger…

Kümmerer/in gesucht!

Wir suchen Sie zur Unterstützung unserer Energiegemeinschaft als Kümmerin oder Kümmerer rund um unsere Energiezentrale „Fuchsklinge“ in Unterweissach, An der Tongrube 50.

Ihr Aufgabenbereich umfasst die regelmäßige Überwachung und Pflege des Grundstücks und Gebäudes. Bei größeren Arbeiten werden natürlich entsprechende Fachunternehmen eingebunden! Die technischen Anlagen im Innern der Zentrale gehören hierbei nicht zu Ihrem Aufgabenumfang!

Ihre Tätigkeit erfolgt auf ehrenamtlicher Basis und gegen Auslagenerstattung.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir aus unserem Mitgliederkreis jemanden (w/m/d) zur Unterstützung unserer Aktiven in der Energiegemeinschaft gewinnen könnten – also geben Sie sich einen Ruck und werden Sie aktiv!

Bei Fragen und für die Kontaktaufnahme steht Ihnen unser Vorstand Rolf Heller gerne zur Verfügung:

Telefon (mobil) 01 57 / 30 48 46 42 oder E-Mail rolf.heller@energie-wt.de


Bericht von der Generalversammlung 2022

20. Juli 2022 | Foyer der Gemeindehalle Unterweissach

Ian Schölzel nach 14 Jahren aus dem Aufsichtsrat verabschiedet

Er machte auf der Generalversammlung damit den Weg frei für seinen Amtsnachfolger, den Weissacher Bürgermeister Daniel Bogner. Mit ihm sind nun wieder alle drei Täles-Bürgermeister im Aufsichtsrat der EGWT vertreten. Zur neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wurde die Allmersbacher Bürgermeisterin Patrizia Rall gewählt.

Der langzeitige Vorstand (2013 – 2021) Reinhard Knüdeler wurde ebenfalls neu in den Aufsichtsrat gewählt und unterstützt so mit seiner langjährigen Erfahrung weiterhin die Arbeit der Energiegemeinschaft.

> Pressebericht als PDF (106 KB)   > Jahresbericht 2021 als PDF (175 KB)

> Kompletten Bericht lesen…

Im Bericht des Vorstandes erläuterte Rolf Heller die Vermögens- und Ertragslage der Genossenschaft. Auch wenn 2021 mit einem Rückgang von um die 10 % ein schlechtes Solar-Ertragsjahr gewesen ist und laufende Projekte, wie zum Beispiel die „Fuchsklinge“ erst in den Folgejahren die kalkulierten Einnahmen erzielen würden, kann die Energiegemeinschaft Weissacher Tal ihre kontinuierliche Dividendenausschüttung seit ihrer Gründung vor 14 Jahren fortsetzen, „als einer der wenigen Energiegenossenschaften!“ wie Heller ausführte. Mit 1,5 % und gesamt über 15.000 € fällt die Dividende jedoch geringer aus, als in den Vorjahren. Diese wird im August 2022 an die Mitglieder ausgezahlt.

Obwohl sich der Gewinn verringert hat, erzielten die Geschäftsfelder der Genossenschaft – Photovoltaik und Dachstrommodelle, Contracting und Nahwärmekonzepte sowie der ÖkoStrom- und ÖkoGas-Vertrieb – ein Umsatzplus. Auch bei den Mitgliederzahlen legte die Bürger-Energiegenossenschaft zu, auch wenn im Moment nicht aktiv dafür geworben wird. Das Geschäftsguthaben erhöhte sich hieraus entsprechend.

Erst wenn entsprechende Projekte ungesetzt werden müssen, geht hier die Energiegemeinschaft wieder in die Offensive. Im Moment werden neue Mitglieder aus der Region mit dem Mindestanteil von 250 € weiterhin aufgenommen.

Als laufende und künftige Projekte zeigte Vorstand Matthias Spinnler die PV-Anlagen auf der Gemeindehalle Unterweissach und des SVU-Vereinsheims sowie den Bau der 85 kWp-Anlage des bereits im Bau befindlichen Projekts in der Welzheimer Straße mit Mieterstrombetrieb auf.

Die EGWT realisiert dieses Jahr am Markplatz in Unterweissach noch zwei weitere E-Ladesäulen. Weitere ursprünglich geplante Standorte sind zur Zeit nicht wirtschaftlich durchführbar, führte Vorstand Spinnler aus.

Bei der geplanten PV-Freiflächenanlage „Hutzelgärten“ bleibt die EGWT weiter am Ball. Geprüft werden soll die Realisierung einer weiteren Freiflächenanlage auf der als Energiefläche ausgewiesenen „Mittlere Hart“ in Unterweissach.

Bei der Windkraft ändern sich zur Zeit die Voraussetzungen auf Bundes- und Landesebene, so dass – zusammen mit der Abschaltung der Drehfunkfeuer-Radaranlage bei Affalterbach Ende 2023 – auch hier wieder Bewegung in die beiden potentiellen Standorte Zollstock-Springstein (WN-13) und Rettichkreisel/Jux (WN-18) kommen kann. Beide Gebiete sind als „Vorranggebiete für Windkraftanlagen“ vom Landratsamt Rems-Murr-Kreis ausgewiesen.

Der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Ian Schölzel attestierte im Bericht des Aufsichtsrates dann auch dem Vorstand eine sehr gute Zusammenarbeit und eine gewissenhafte Geschäftsführung, so dass die Aufsichtspflicht und Kontrolle keinen Grund zur Beanstandung ergab. Die Prüfung durch den Genossenschaftsverband war durchweg in Ordnung und auch die Steuerprüfung durch das Finanzamt ergab „Keinerlei Beanstandungen“ – eine Auszeichnung, die der frühere Bankvorstand Rolf Heller in seiner Beratungstätigkeiten bei Genossenschaften „äußerst selten erleben durfte“!

Bei diesen guten Aussichten erfolgte die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrats sowie die Genehmigung des Jahresabschlusses durch die anwesenden über 40 Mitglieder dann auch einstimmig.

Ein neues Geschäftsgebiet erschließt sich die EGWT mit einem neuen Unterstützer: Thomas Berkel, ehemaliger Geschäftsführer zweier Telekommunikationsfirmen möchte seine guten Kontakte im Großraum Backnang dazu nutzen, auf gewerblichen Objekten PV-Anlagen zu installieren, als Eigenstrommodell oder dann in Verpachtung an die Energiegemeinschaft. Potential gibt es genug, denn allein in beiden Backnanger Gewerbegebieten Lerchenäcker und Waldrems gibt es noch über 40 freie Dachflächen mit einer potentiellen Nutzfläche von über 50.000 m². Dies entspräche einer Leistung von 9,5 MWp bzw. einem Ertrag von 9.500 MWh, womit zum Beispiel über 2.500 Haushalte mit Strom versorgt werden könnten, was einer Einsparung von über 5.500 Tonnen CO2 bedeuten würde! Und hierbei sind weitere Möglichkeiten, wie PV-Anlagen an Fassaden, Zäunen oder Parkplatzüberdachungen noch gar nicht berücksichtigt!

Das erste Projekt steht in den Startlöchern und hier hat sich gezeigt: Der neue Geschäftsbereich hat viel Potential! Allerdings muss die Energiegemeinschaft sowohl organisatorisch als auch personell zulegen. Entsprechende Pläne hierzu werden gerade erarbeitet!

Zum Abschluss erläuterte Matthias Spinnler noch die wichtigen Veränderungen für die PV-Anlagen. So kann sich auf Grund der angehobenen Vergütungssätze eine Volleinspeisung durchaus wieder lohnen! Die EEG-Umlage ist entfallen, ebenso die Leistungsbegrenzung auf 70 % bei Anlagen bis 25 kWp. Den Klimadeal der EU bezeichnete Spinnler als „Riesenerfolg für den Klimaschutz!“

Der Dank des Vorstandes ging an die zahlreichen Unterstützer und Mitarbeiter der EGWT: Erhard Braun für die Erstellung des Jahresabschlusses, Thomas Geffken für die tatkräftige Unterstützung bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Ulrike Hausladen, Elke Wieland und Gabi Rosenland für die Unterstützung in der Verwaltung und Organisation sowie an die ehrenamtlichen Mitarbeiter, Thomas Berkel (Beratung und Vertrieb Geschäftskunden), Bernhard Boceck (E-Mobilität/Ladesäulen), Siggy Gothe (PV-Anlagenüberwachung) und Christoph Lösel (IT-Administrator).

Auch wenn auf Grund der Kurzfristigkeit der Entscheidung von Ian Schölzel, nicht weiter im Aufsichtsrat zu verbleiben, keine adäquate Verabschiedung erfolgen konnte, bedankten sich die beiden Vorstände herzlich bei ihm für die geleistete Unterstützung bei der Gründung und der Arbeit in der EGWT in den letzten 14 Jahren. Ohne ihn würde es die Energiegenossenschaft in ihrer heutigen Form sicher nicht geben! Eine offizielle Verabschiedung erfolgt dann in der nächsten Aufsichtsratssitzung.

Energiegemeinschaft Weissacher Tal in Zahlen

 

2021

Veränderung

2020

Rohertrag      

242.000 €

+ 7 %

227.000 €

Jahresüberschuss

22.000 €

- 52 %

46.000 €

Dividende

1,5 %

- 50 %

3,0

Geschäftsguthaben

1.102.000 €

+ 7 %

1.033.000 €

Mitglieder

404

+ 7 %

377

Stromkunden

527

+ 11 %

475

PV-Anlagen (kWh)

631.420

- 11 %

709.461

> Bericht schließen …

Einladung zur Generalversammlung am 20. Juli 2022

um 19 Uhr im Foyer der Gemeindehalle Unterweissach (Kelterweg 16).

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde der Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG

zu unserer diesjährigen Generalversammlung laden wir Sie herzlich ein. Es ist folgende Tagesordnung vorgesehen:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2021 und Vorlage des Jahresabschlusses
  3. Bericht des Aufsichtsrats über seine Tätigkeit
  4. Bericht über das Ergebnis der Prüfung durch den Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband
  5. Feststellung des Jahresabschlusses 2021
  6. Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung
  7. Entlastungen für das Geschäftsjahr 2021
    a. der Mitglieder des Vorstands
    b. der Mitglieder des Aufsichtsrats
  8. Wahlen zum Aufsichtsrat
  9. Projektsituation und Ausblick auf die geplanten Entwicklungen
  10. Verschiedenes

Der vollständige Jahresabschluss 2021 liegt im Rathaus Weissach im Tal, Kirchberg 2–4, Zimmer 1, zur Einsicht durch die Mitglieder aus.

Die wesentlichen Informationen zum Jahresabschluss können aus dem >Jahresbericht (PDF 175 KB) entnommen werden, der den Genossenschaftsmitgliedern zusammen mit der Einladung auch postalisch zugeht.

Wir freuen uns auf zahlreichen Besuch!

Vorstand und Aufsichtsrat der
Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG


Wir begrüßen herzlich unser 400. Mitglied Athanasios Kalaitzis!

Dezember 2021 | Februar 2022

Urkundenübergabe vor der „Rose“: Matthias Spinnler, Athanasios Kalaitzis mit Frau Tonia, Rolf Heller (von links) | Foto: Thomas Geffken

Bereits im Dezember konnte mit Athanasios Kalaitzis, vielen Weissachern als der Juniorwirt der „Rose“ und Inhaber des „Kronenkeller 1841“ bekannt, das 400. Mitglied der örtlichen Energiegenossenschaft begrüßt worden. Coronabedingt wurde die Urkundenübergabe durch unsere Vorstände Rolf Heller und Matthias Spinnler jetzt nachgeholt.

Die Familie Kalaitzis möchte nun auch mit ihren Gaststätten und Kiosken Stromkunden bei der Energiegemeinschaft werden, sobald die jetzigen Verträge auslaufen. „Wir unterstützen gerne die örtliche Energiegenossenschaft und freuen uns schon, wenn wir dann nur noch zu 100% Ökostrom verwenden.“ Zu den beiden gastronomischen Betrieben mit Wohnungen kommen dann noch die drei Kioske dazu, die Kalaitzis in Allmersbach im Tal, Unterbrüden und seit Mitte letzten Jahres auch in Backnang in der Talstraße betreiben.

Werbung machen Kalaitzis bereits aktiv für ihre Energiegemeinschaft, denn auf den neuen Speisekarten der griechischen Gaststätte „Rose“ ist zu lesen „Wir sind Mitglied in und beziehen 100 % Öko-Bürgerstrom von der Energiegemeinschaft Weissacher Tal“. Bleibt zu hoffen, dass es viele Gäste lesen und dem Vorbild folgen.

Aktuell hat die Energiegemeinschaft bereits 410 Mitglieder mit einer Einlagekapitaleinlage von gesamt 1.100.000 €. Im Moment nimmt die Energiegemeinschaft zwar neue Mitglieder auf, allerdings nur mit den Pflichtanteilen in Höhe von 250 €. Der kaufmännische Vorstand Rolf Heller bittet hier um Verständnis, „dass wir sowohl die Aufnahme neuer Mitglieder als auch die Anzahl der Geschäftsanteile abhängig von unseren laufenden Projekten machen. Denn satzungsgemäß werden die Beteiligungen vorrangig für Investitionen zur Verbreitung und Produktion erneuerbarer Energien verwendet.“

Wenn die aktuellen Projekten, welche die Energiegemeinschaft im Moment plant, in die Umsetzungsphase kommt, kann der Finanzierungsbedarf allerdings schnell steigen, zeigt der Vorstand für die Geschäftsentwicklung, Matthias Spinnler, auf. „Die Flächen-Photovoltaikanlage am Ortsrand von Unterweissach und verschiedene Standorte für Windkraftanlagen sind für uns Projekte in einer neuen Dimension. Dies würde unsere Energiegenossenschaft ein großes Stück nach vorne bringen und zukunftssicher aufstellen.“

Bereits zweimal hat die Energiegenossenschaft mit Sonderaktionen die anstehenden Großvorhaben umgesetzt. Sowohl die Energieversorgung des Baugebiets Fuchsklinge als auch die Beteiligung am Windpark „Falkenhöhe“ wurden mit neuen Mitgliedereinlagen und Mitgliederkrediten in Höhe von 500.000 € sicher finanziert.

Wer Interesse an einer solchen Beteiligung hat, kann sich schon jetzt auf eine Warteliste setzen lassen |>>>kontakt@energie-wt.de  Wenn die die Zeichnung weiterer Anteile dann wieder möglich ist, informiert die Energiegenossenschaft. Bei der aktuellen Haltung der Regierung zum Thema Eigenversorgung in der Energiepolitik kann das nun schneller gehen, als gedacht.

Pressetext: Thomas Geffken


Photovoltaik-Anlage in den Unterweissacher Hutzelgärten

26. November 2021

Foto: Juwi AG

Die Besucher der Gemeinderatssitzung vom 18.11.2021 sowie die aufmerksamen Leser der Backnanger Kreiszeitung konnten sich bereits darüber informieren, dass eine große Freiflächen-Photovoltaikanlage in Unterweissach in den Hutzelgärten geplant ist. Diese liegen Richtung Unterbrüden hinter dem Ortsausgang Unterweissach auf der linken Hangfläche.

Auch wenn wir bisher nicht maßgeblich daran beteiligt sind, liegt uns diese Information schon seit geraumer Zeit vor. Und soweit in diesem Stadium möglich, hat sich die Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG in dieses Thema eingearbeitet. Mit dem Ergebnis, dass wir die Errichtung einer solchen Anlage befürworten und uns – falls die für uns entscheidenden Faktoren passen – auch daran beteiligen wollen.

Eine Beteiligung bedeutet aus unserer Sicht, dass dann auch möglichst viele Bürger aus dem Weissacher Tal die Möglichkeit zu einem finanziellen (und natürlich auch vergüteten) Beitrag zur der Freiflächenanlage haben. Die für uns entscheidenden Faktoren sind hauptsächlich eine umwelt- und naturverträgliche Erstellung und natürlich auch eine angemessene bzw. ausreichende Wirtschaftlichkeit der Investitionen.

Bis es soweit kommt, gibt es sicherlich noch viele Fragen zu klären. Fragen, die bestimmt auch von den Bürgern aus Weissach im Tal kommen werden. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich den Beschluss des Gemeinderates, hierzu in absehbarer Zeit die Bürgerinnen und Bürger zu einem Informationsabend dazu einzuladen.

Eins ist dabei jetzt schon klar: Wenn wir hier in Weissach im Tal klimaneutral werden wollen, brauchen wir auch solche Anlagen. Nur mit Photovoltaik auf Wohnhäusern ist der Strombedarf nicht zu decken. Für die ökologisch und ökonomisch sinnvolle Umsetzung der Energiewende sind Freiflächen- und Windenergieanlagen unverzichtbare Bestandteile unserer künftigen Energieversorgung.

Der durchschnittliche Stromertrag aus der geplanten Anlage in den Hutzelgärten deckt mit den zu erwartenden elf Millionen Kilowattstunden pro Jahr den Strombedarf von ungefähr 2.700 Haushalten. Das wäre ein wichtiger und richtiger Schritt in Richtung „Klimaneutralität“!

Wenn Sie Fragen zu dem Thema „Freiflächenanlagen“ haben, so freuen wir uns über Ihre E-Mail an kontakt@energie-wt.de

Über den weiteren Verlauf werden wir Sie auch auf unserer Internetseite auf dem Laufenden halten – schauen Sie also ab und zu mal rein: www.energie-wt.de


Newsletter „STROMNACHRICHTEN aktuell“

Oktober 2021

Anfang Oktober erschien der erste Newsletter „STROMNACHRICHTEN aktuell" der Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG. Der Newsletter informiert die Mitglieder und alle Interessierte über aktuelle Projekte und Geschäftsfelder der Energiegemeinschaft.

Werfen Sie einen Blick in die erste Ausgabe >>>STROMNACHRICHTEN aktuell (PDF 398 KB)


Generalversammlung

22. September 2021

Neu in den Aufsichtsrat wurden einstimmig Patricia Rall, die neue Bürgermeisterin von Allmersbach im Tal und Kai-Uwe Ernst, der neue Bürgermeister von Auenwald, gewählt. Als Aufsichtsrat wurde Eberhard Bauer ebenfalls einstimmt im Amt bestätigt.

Nach acht Jahren als Vorstand hielt Reinhard Knüdeler seinen letzten Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2020. Der Rohertrag stieg im Vergleich zum Vorjahr 2019 von 192.000 € auf 227.000 €. Mit dieser Entwicklung konnte der Jahresüberschuss nicht ganz mithalten, da z. B. im Bereich Fuchsklinge kräftig investiert worden ist.

Trotzdem lag der Jahresüberschuss bei 46.000 €, was der Energiegemeinschaft erlaubt, die Dividende auf die Geschäftsguthaben bei 3 % zu halten und an ihre Mitglieder im Oktober auszuschütten. Die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats erfolgte durch die knapp 50 anwesenden Mitglieder dann einstimmig!

Mit einer emotionalen Laudatio bedankte sich der Aufsichtsratsvorsitzende Ian Schölzel zum Abschluss der Generalversammlung bei Reinhard Knüdeler, dem „Aktivposten, Motor, Antreiber und Initiator unserer Genossenschaft“ in den letzten acht Jahren. Zusammen mit den beiden Vorständen Rolf Heller und Matthias Spinnler verabschiedeten sie Reinhard Knüdeler mit einer Balkon-Photovoltaikanlage in den Un-Ruhestand, auf dass er der Energiegemeinschaft noch lange erhalten bleibt!


Windpark Falkenhöhe am Netz

Bereits über eine Million kWh BürgerÖkostrom erzeugt!

15. Juli 2021

Die letzten Arbeiten am linken Windkraftrad, die anderen beiden produzieren schon sauberen Ökostrom  |  Foto: Teckwerke

Alle drei Windkrafträder des Windparks im Schwarzwald, an dem die Energiegemeinschaft Weissacher Tal als Gesellschafter beteiligt ist, haben den Probebetrieb bestanden und produzieren jetzt Strom. Jede der drei Windstromanlagen sind auf eine Leistung von je 4,2 MW ausgelegt und haben eine Nabenhöhe 149 Metern und sind mit Flügeln stattliche 220 Meter hoch.

Somit lag nicht nur der Bau der Anlage zwischen Schramberg und Triberg komplett im Zeitplan sondern alle Windkrafträder konnten noch vor dem geplanten Zeitpunkt in Betrieb gehen. Bei einem Vorhaben dieser Größe eine rühmliche Ausnahme!

Zuvor waren noch die Gutachter vor Ort um die Anlagen abzunehmen. Die kleinen Mängel, die bei der Abnahme notiert wurden, konnten schon zum großen Teil direkt behoben werden. Etwas gravierendes war nicht dabei. Ein Gutachter meinte sogar, dass diese Anlagen die mit den wenigsten Mängel wäre, welche er bisher geprüft hat.

Laut der Anlagensteuerung wurde bis zum 12. Juli 2021 gesamt 926.488 kWh Strom produziert und alle drei Anlagen waren bei einem Windstärke von 8,5 m/s in Betrieb und brachten eine Leistung von durchschnittlich 1.740 kW. Nach der Flaute in den Tagen der Abnahme frischte der Wind danach auf und in der Nacht zum 14. Juli 2021 waren bereits über 1 Mio. kWh Strom produziert!

Mit der erwarteten Stromproduktion können mehr als 10.000 Haushalte mit sauberer Windenergie versorgt und jährlich circa 20.500 Tonnen des Treibhausgases CO2 vermieden werden.

Sauberen umweltfreundlichen Ökostrom kann jeder beziehen, denn die Energiegemeinschaft Weissacher Tal bietet 100 % Bürgerstrom aus erneuerbaren Energien an. Rolf Heller, der neue Vorstand der Energiegemeinschaft ist überzeugt und möchte überzeugen: „Mit Ökostrom von unserer Energiegemeinschaft unterstützen Sie nicht nur die engagierte Arbeit der Bürger-Energiegenossenschaften, Sie machen sich auch unabhängig von den Konzernen der alten Energiewirtschaft. Nutzen Sie Ihre Macht als Verbraucher und stärken Sie durch die Wahl Ihres Stromanbieters die Energiewende auch vor Ort!“

Mehr Informationen zum „Bürgerstrom“ gibt es |>hier

Und so sieht's von oben aus: 400 ° Panoramafoto – mit freundlicher Genehmigung der Teckwerke (auf das Bild klicken zum Vergrößern):

Und falls Sie das noch genauer anschauen möchten |>hier als PDF (4,0 MB) Datei speichern und dann öffnen. Im Browser direkt wird es evtl. nicht angezeigt...


Vorstandswechsel bei der Energiegemeinschaft Weissacher Tal

Juni 2021

Auf Heller folgte Knüdeler, auf Knüdeler folgt jetzt Heller. Was etwas komisch anmutet, macht Sinn, denn als der derzeitige kaufmännische Vorstand Reinhard Knüdeler nach acht Jahren ankündigte, seinen Posten zur Verfügung zu stellen, erklärte sich Rolf Heller bereit, diesen Posten wieder zu übernehmen.


Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Ian Schölzel (rechts) ist froh über den reibungslosen Übergang vom alten Vorstand Reinhard Knüdeler (links) auf den alten und neuen Vorstand Rolf Heller (Mitte) – hier vor den Stromladesäulen in der Fuchsklinge.

Mittlerweile ist Rolf Heller schon einige Jahre im Ruhestand und hat etwas mehr Zeit als früher. Als damaliger Vorstand der Raiffeisenbank Weissacher Tal – heute Volksbank Welzheim – war er 2008 zusammen mit Frank Müller Gründungsvorstand der Energiegemeinschaft Weissacher Tal (EGWT). Im Juli 2013 übernahm dann Reinhard Knüdeler den Vorstandsposten. Sein Ruhestand gibt Rolf Heller jetzt wieder genügend Zeit, die Geschicke der EGWT zusammen mit seinem Vorstandskollegen Matthias Spinnler in den nächsten Jahren zu lenken. Eins macht Heller aber gleich zu Beginn klar: „Wir müssen die EGWT verjüngen, organisatorisch breiter aufstellen und mittelfristig die bisher ehrenamtlich geführten Genossenschaft mit einer hauptamtliche Geschäftsführung professionalisieren.“ Zu vielfältig sind die Aufgaben der EGWT in den letzten Jahren geworden. Großprojekte kamen hinzu und weitere stehen an.

|>>> Lesen Sie hier weiter


Jahresbericht 2020 und Vorstandswechsel

Juni 2021

Liebe Mitglieder,

aus aktuellem Anlass können wir die Generalversammlung auch in diesem Jahr noch nicht wie geplant im Juni durchführen.

Als neuen Termin für die Versammlung haben wir nunmehr den 22. September dieses Jahres um 18 Uhr in Weissach im Tal vorgesehen. Dazu werden wir Sie rechtzeitig einladen.

Zu Ihrer Information erhalten Sie vorab den Jahresbericht 2020.
Bei dieser Gelegenheit weisen wir Sie auch auf einen Wechsel in unserem Vorstand hin: Reinhard Knüdeler scheidet nach achtjähriger Tätigkeit planmäßig zum 30. Juni 2021 als Vorstand unserer Genossenschaft aus.
Als Nachfolger wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 21. April 2021 Rolf Heller (Gründungsvorstand der Energiegemeinschaft und ehemaliger Vorstand der Volksbank Welzheim) bestellt.

Aufsichtsrat und Vorstand


Volksbank Welzheim wechselt komplett zum Ökostrom der Energiegemeinschaft Weissacher Tal

Mai 2021

Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie wechselt die Volksbank Welzheim mit all ihren Filialen zum Ökostrom der Energiegemeinschaft Weissacher Tal eG (EGWT). Der Strom stammt zu 100 % aus Solar-, Wind- und Wasserkraft der Bürgerwerke. In diesem Verbund haben sich über 90 Energiegenossenschaften aus ganz Deutschland zusammengeschlossen, um Kunden mit erneuerbarem Bürgerstrom zu versorgen.

Mehr…

Mit diesem Ökostrom spart die Volksbank Welzheim gegenüber konventionellen Strom jährlich nahezu 50.000 kg CO2 ein und kommt damit der Klimaneutralität einen großen Schritt näher. Gleichzeitig fördert sie die örtliche Genossenschaft und den Genossenschaftsgedanken.

Die Volksbank Welzheim unterstützt mit ihrem Wechsel die Vision einer erneuerbaren, regionalen und unabhängigen Energiezukunft und die Realisierung der Energiewende. Damit möchte die Volksbank auch die aus der gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmen resultierende Verpflichtung künftigen Generationen gegenüber gerecht werden.

Auch die Kunden der Bank investieren zunehmend in nachhaltige Produkte. Der Vorstand der Volksbank Welzheim betont, dass dieser Wechsel sich konsequent in die aktuelle Strategie einfügt, mit der die Bank die Nachhaltigkeit von Geldgeschäften konkret in ihrer Geschäftspolitik verankern möchte.

Die EGWT und die Volksbank Welzheim möchten ihre Zusammenarbeit künftig ausweiten. So ist an eine Kooperation im Bereich der Ladesäulen bei den Geschäftsstellen der Volksbank gedacht. Weitere Formen der Zusammenarbeit sind im Gespräch.

Der Bezug von 100 % Ökostrom ist jetzt für alle möglich, ob Privathäuser, Mehrfamilienhäuser oder Firmen. Die Energiegemeinschaft bietet jedem attraktive, wettbewerbsfähige Konditionen an. So ruft die Energiegemeinschaft auch zu einem Wechsel des Stromanbieters auf: „Nutzen Sie Ihre Macht als Verbraucher und stärken Sie durch die Wahl Ihres Stromanbieters die Energiewende! Sie unterstützen damit auch die engagierte Arbeit der Bürger-Energiegenossenschaften vor Ort und machen sich völlig unabhängig von den Konzernen der alten Energiewirtschaft.“

Weniger…

 

Urkundenübergabe vor der Geschäftsstelle Unterweissach: Matthias Spinnler (Vorstand EGWT), Daniela Nirk (Mitglied des Vorstands Volksbank Welzheim), Reinhard Knüdeler (Vorstand EGWT) und Karl-Thomas Starke (Vorstandsvorsitzender Volksbank Welzheim) | von links | Foto: Thomas Geffken


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100 % Bürgerstrom aus erneuerbaren Energien erhalten Sie verlässlich von Ihrer Energiegemeinschaft Weissacher Tal im Verbund der Bürgerwerke.

Sie unterstützen damit auch die engagierte Arbeit der Bürger-Energiegenossenschaften und machen Sie sich völlig unabhängig von den Konzernen der alten Energiewirtschaft.

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Mehr Informationen finden Sie in unserem >Infoblatt (PDF 280 KB)

Sie können uns auch gerne eine E-Mail schreiben an kontakt@energie-wt.de  oder rufen Sie einfach an Telefon 07191 3531-36


Erstes Windkraftrad geht ans Netz

April 2021

Nachdem die Windkraftanlage Zollstock/Springstein nicht realisiert werden konnte, beschlossen wir 2019, uns an dem Windpark „Falkenhöhe“ der Teckwerke zu beteiligen.

Mit 200.000 € stiegen wir in das Projekt mit drei Windrädern im Schwarzwald zwischen Schramberg und Triberg als Mitgesellschafter ein. Mit der erwarteten Stromproduktion können mehr als 10.000 Haushalte mit sauberer Windenergie versorgt und jährlich circa 20.500 Tonnen des Treibhausgases CO2 vermieden werden.

Jetzt luden die Teckwerke zur Baustellenbesichtigung ein |>>> Lesen Sie hier weiter

|>>> Bildergalerie


Sie möchten aktiv werden?

Wenn Sie an einer Mitarbeit in einem zukunftsträchtigen, unsere Lebensgrundlagen betreffenden Bereich interessiert sind und einen aktiven Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt leisten wollen, sollten Sie weiterlesen.

In folgenden Bereichen brauchen wir Unterstützung:

  • Betreuung eines Projektes (als Projektmanager) im Bereich Nahwärme, Stromversorgung oder PV Anlagen; Akquisition und Betreuung neuer Projekte z. B. im Photovoltaikbereich
  • Mitgliederverwaltung und -betreuung
  • Stromvertrieb (Koordination des Stromvertriebes mit unserem Verbundpartner, Erarbeitung gezielter Werbeaktionen, Zielgruppenanalyse u. a.)
  • Öffentlichkeitsarbeit und Kontaktperson zur Politik, zu Vereinen, Organisationen im Bereich Klima- und Umweltschutz
  • Mitarbeit im kaufmännischen/administrativen Bereich (Erarbeitung von Finanzierungskonzepten, Projektkalkulationen, Mitgliederverwaltung, Abrechnung, Inkasso u. a.)

Dabei können wir uns durchaus auch eine Mitarbeit auf bezahlter Basis (450 €-Job oder Vergütung nach Stundenaufwand) vorstellen.

Bei Interesse oder Rückfragen sollten wir ins Gespräch kommen. Wir stehen Ihnen jederzeit auch telefonisch zur Verfügung:

  • Rolf Heller Telefon 0157 30484642
    Kaufmännischer Vorstand
  • Matthias Spinnler Telefon 0 71 83 / 94 95 30
    Vorstand Geschäftsentwicklung

>>>Fragebogen Ehrenamt (PDF 40 KB)


Arbeiten Sie mit uns an der Zukunft – Projektleiter/in gesucht!

Für den Aufbau des neuen Geschäftsfeldes, Elektromobilität und Ladeinfrastrukturen suchen wir ab sofort einen/eine

Projektleiter/in

|>>> mehr Informationen hier


Fragebogen zur Mitarbeit

Wenn Sie an der Mitarbeit interessiert sind und einen aktiven Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt leisten möchten, dann beteiligen Sie sich bitte an unserer Umfrage:
|>>> Fragebogen als PDF (70 KB)



Jetzt BürgerÖkogas über die Energiegemeinschaft beziehen

Neben dem BürgerÖkostrom bieten wir nun auch zusammen mit den Bürgerwerken die Möglichkeit, Ökogas über die Energiegemeinschaft Weissacher Tal zu beziehen. BürgerÖkogas enthält wahlweise 5, 10 oder 100 % Biogas.


Bild Zuckerrübenfabrik Anklam in Mecklenburg-Vorpommern | © www.buergerwerke.de

Unser Biogas wird ausschließlich aus organischen Abfällen gewonnen, die bei der Verarbeitung von Zuckerrüben ohnehin anfallen  |>>> weiterlesen